Erbausschlagung

Ist der Nachlass überschuldet, so kann der Erbe anstelle einer Haftungsbeschränkung auch die gesamte Erbschaft ausschlagen. Die Erbschaft kann grundsätzlich nur insgesamt angenommen oder ausgeschlagen werden.

Im Normalfall hat der Erbe sechs Wochen Zeit, sich zu überlegen, ob er das Erbe antreten will (§ 1944 BGB). Die Frist beginnt dann, wenn der Erbe vom Erbfall Kenntnis erlangt hat (§ 1944 BGB). Wohnte der Erblasser im Ausland oder hielt sich der Erbe zur Zeit des Erbfalles dort auf, verlängert sich diese Frist auf sechs Monate.

Lässt der Erbe die Ausschlagungsfrist verstreichen, dann gilt die Erbschaft als angenommen.

Auch kann er die Erbschaft nicht mehr ausschlagen, wenn er sie angenommen hat.

Michael Rössler ist aufgenommen bei brainGuide